Die Queen von Miami: Mother Superia und ihr Album „Levitation“ von 1996

Für alle, die sich fragen, wer Mother Superia ist: wahrscheinlich der beste Female MC, von dem du noch nie gehört hast. 1996 sollte ihr Album Levitation eigentlich in die Läden kommen, aber aufgrund von Differenzen mit dem Label platzte die Sache, man kennt diese Storys zuhauf. Eine Lead-Single war damals auch schon fertig, mit Video und allem Drum und Dran: Most Of All dürfte bei vielen hohe Erwartungen an und große Vorfreude auf die LP geweckt haben, die dann bitter enttäuscht wurden.

Wäre die LP damals regulär erschienen – die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Frau aus Miami mit der ruffen Stimme und überragender Präsenz am Mic heute in einem Atemzug mit Lyte, Latifah, YoYo usw. genannt werden würde. Moooment… Frau aus Miami? Der Stadt des Miami Bass und der 2 Live Crew? Korrekt, Mother Superia kommt tatsächlich aus Miami, zeigt uns hier eine gänzlich andere Seite der Südstaaten-Metropole, die sich sehr stark am Sound der East Coast orientiert. Kein Wunder, denn für die Beats zeichnen sich Leute wie L.E.S. aus Queensbridge, Redman und KRS-One verantwortlich, die Letzteren werden auch gefeaturet. KRS war übrigens derjenige, der nach einem Auftritt in Miami, der von Mother Superia eröffnet wurde, die Ostküsten-Connection herstellte. Hier ist das komplette Album in einem Rutsch:

Sehr cool für alle, die gerne noch mehr Infos über die Frau haben möchten, ist das folgende Interview, das 1997 auf Rap City gesendet wurde. Hier erzählt Superia dem Host Joe Clair alles über ihr Album, die Connection zu Redman & Co. und was die Motivation hinter ihrer Musik und ihren Lyrics ist – sie hat auf jeden Fall eine Menge zu erzählen, und zwar mit Substanz (das Interview wird von verschiedenen Videos unterbrochen, geht also recht lang).

Die beste Nachricht ist, dass Levitation von Mother Superia nun doch noch offiziell veröffentlicht wurde, wofür sich die guten Menschen von Back 2 Da Source Records verantwortlich zeichnen. Wer das Album käuflich erwerben will, der findet die CD bei HHV und das Vinyl bei Vinylism. Noch mehr Infos über Mother Superia in gescannter Form findet ihr bei hier.

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