Summertime, still wear my Timbs: die Punk Barbarians aus Long Island

Inspiriert von der Vinyl-Neuauflage des Albums Sex, Props, Cream … And The Drama In Between (1996) der Punk Barbarians aus Long Island (das Vinyl ist hier zu bewundern/bestellen) ist es an der Zeit, ein paar Tracks der Jungs wieder auf den Schirm zu rufen.

Zum ersten Mal nahm ich von den Punk Barbarians – Bam Bam, Renegade, Doozer und Sunny Cheeba – Notiz, ohne es zu wissen: 1994 traten sie auf dem zweiten Soloalbum von Public Enemys DJ Terminator X auf. Super Bad hieß die LP, und die Barbaren waren auf mehreren Stücken vertreten, unter anderem auf Kidds From The Terror. Da sie auf dem Album als Teil der Godfathers Of Threatt operierten – und ich nicht das Original mit detaillierten Liner Notes besaß – wusste ich schlicht nicht, wem ich da zuhörte. Mit PE arbeiteten die Barbarians auch später noch ab und an zusammen, Long-Island-Nachbarschaft verpflichtet.

Die erste offizielle Single der Punk Barbarians erschien dann 1994: Blast Off funktioniert nach der Formel ruff, rugged & raw mit Posse-Hook, im Video wird mit fettem Soundsystem auf der Brooklyn Bridge representet. Für mich hat aber der Counter Attack Remix des Tracks klar die Nase vorne, wobei vom Original bis auf den Titel kaum etwas übrig geblieben ist. Der brachiale Beat erinnert mich vom Bedrohungsfaktor stellenweise an The Worst von Onyx und Wu-Tang. Auch wenn es im Intro heißt, dieser Remix sei von 1999, so stammt er doch tatsächlich aus dem Jahr 1997 und fand sich auf der Maxi von Hooptie Car (siehe unten).

Für Single Nummer zwei ließ man es einen Tick relaxter angehen, das Ding kommt mit Party-Vibe, guter Laune und – zumindest in der Remix-Version – mit einer R&B-Hook, die in diesem Fall gut passt und tatsächlich noch eine gute Ecke mehr aus der Nummer rausholt als die Album-Version… nicht zu soft geraten, aber trotzdem nicht hundertprozentig mein Fall.

Last but not least erschien 1997 die dritte Auskopplung Hooptie Car. Nicht so rugged wie Blast Off, nicht so viel Party-Flavor wie Bubblin‘, dafür hat diese Ode an den in die Jahre gekommenen fahrbaren Untersatz irgendwie das gewisse Etwas. Man könnte Hooptie Car durchaus viele Längengrade weiter westlich als New York verorten, wenn da nicht Zeilen wie Summertime, still wear my Timbs wären. Es gibt noch eine rare Original-Version des Tracks, die auf einer Promo-CD von Chuck Ds Label Wreck League Wreckcords zu finden war, und das bereits 1995… die Album-Version gefällt mir aber wesentlich besser.

Shout-out an den Long Island Rap Blog für die Rips der raren Versionen. Das komplette Album könnt ihr hier streamen.

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