R.I.P. Richard „Tweedy Bird Loc“ Johnson

Richard Johnson, besser bekannt als Tweedy Bird Loc, ist tot. Der Rapper aus Compton starb gestern im Alter von 52 Jahren (wohl an einer Herzattacke). Zum ersten Mal las ich seinen Namen damals in irgendeinem Mailorder-Katalog – ob dort sein erstes Album 187 Ride By (1992) oder der Nachfolger No Holds Barred (1994) bestellt werden konnte, kann ich nicht mehr sagen. Ich erinnere mich aber, dass mein jüngeres Ich den Namen erst einmal lustig fand. Dass mit dem Mann in keinerlei Hinsicht zu spaßen war, wurde schlagartig klar, wenn man seine Musik hörte. Legendär ist z.B. der Track Fuck The South Bronx Nigga, This Is Compton, die an Deutlichkeit kaum zu überbietende Antwort auf Tim Dogs Fuck Compton. Auf Album zwei folgte dann das an die 2 Live Crew bzw. Luke gerichtete Fucc Miami, und auch sonst bekamen Rapper aus allen Himmelsrichtungen regelmäßig ihr Fett weg.

Tweedy Bird Loc, selbst Member der Kelly Park Compton Crips, war auch eine der treibenden Kräfte hinter dem Projekt Bangin‘ On Wax, bei dem Mitglieder der Bloods und der Crips gemeinsame Alben aufnahmen. Vielleicht war er international nicht so bekannt wie einige seiner Nachbarn, dennoch gehört sein Name in jede Hall Of Fame, wenn es um authentischen Gangsta Rap aus Compton oder generell von der West Coast geht. Zur Erinnerung folgt das Video zu Walk That Walk von 1994 mit Feature der Young Soldierz, einer aus dem Bloods & Crips-Projekt hervorgegangenen Crew.

R.I.P. Tweedy Bird Loc

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