Compton is the city that I’m claimin

cmw

Comptons Most Wanted – Straight CheckN ‚Em

Jahr: 1991

Vermisst jemand die Zeit, als auf Rap-Tracks noch gescratcht wurde? Ich schon. Nur einer von ziemlich vielen Gründen, dieses Album von CMW zu mögen. Auf fast jedem Track gibt es Cuts von DJ Mike T, dem 2ten Mann der Meistgesuchten. Und die anderen Gründe? Nun ja, jeder der das Album kennt, kann eigentlich aufhören zu lesen, denn er weiß Bescheid. Für alle anderen: „Growin‘ Up In Tha Hood“, der wohl erfolgreichste Song der Gruppe, ist hier drauf. Dass der Track so bekannt wurde, ist wohl nicht zuletzt dem Boyz-N-The -Hood Soundtrack zu verdanken, der das Lied ebenfalls featurete und Elemente für das dazugehörige Video (siehe unten) lieferte. Bei „Growin Up…“ stimmt so ziemlich alles, sei es nun Snare, Cut oder MC Eiht’s Rap, wer es hört muss es lieben. Ich persönlich habe es bei einer aufgenommenen Yo! MTV Raps-Folge das erste mal gehört, und das Band hätte eigentlich reißen müssen, so oft wie ich zurückgespult habe, um das Video nochmal zu sehen (das tapfere Tape steht übrigens noch heute unbeschadet im Schrank, das nenn ich doch Qualität!).

Um diese Lobeshymne auf den Track abzurunden, poste ich ausnahmsweise das Video sofort, damit jeder erstmal bescheid weiß. Fortsetzung unten…

… immer wieder der Hammer.

Auch ansonsten reiht sich hier Klassiker an Klassiker. Der erste Part der „Def Wish“-Serie ist drauf. „Compton’s Lynchin“ ist drauf, ein Track der wegen des chilligen Beats seeehr zurückgelehnt daherkommt, während in MC Eiht’s Text die Schädel aufgrund bleierner Fremdeinwirkung splittern. Eine gute Mischung aus Battle- und Gangster-Lyrik, denn Eiht tötet laut eigener Aussage auf dem Song sowohl mit Reimen als auch mit der „verdammten Knarre“.  „Driveby Miss Daisy“ erzählt vom Tode Unschuldiger im Bandenkrieg, unterlegt von einem schweren Drumloop und einem irren Piano, dass die ebenso irren Scatches (eine Mischung aus entsetztem Geschrei, Schüssen und ‚Scarface‘-Filmzitaten) noch betont.

Compton’s Most Wanted sind lebende Legenden von der Westküste, und mit mehreren Stücken in meiner All-Time-Favoritenliste vertreten. Jedenfalls wird es nicht dass letzte mal sein, dass dieser Blog sich mit einem CMW-Album beschäftigt hat, soviel ist sicher.

Tracklist

1.Intro

2.They Still Gafflin

3.Growin‘ Up In The Hood

4.Wanted

5.Straight Checkn ‚Em

6.I Don’t Dance

7.Raised In Compton

8.Driveby Miss Daisy

9.Def Wish

10.Compton’s Lynchin

11.Mike T’s Funky Scratch

12.Can I Kill It?

13.Gansta Shot Out

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3 Gedanken zu “Compton is the city that I’m claimin

  1. „Vermisst jemand die Zeit, als auf Rap-Tracks noch gescratcht wurde?“ hähä, sehr geil! Zu CMW – die ersten drei Alben sind alle Kracher! Hier ist gaaaaanz sicher „Can i kill it“ mein Favorite. Wie du schon schreibst – CMW sind Legenden des West Coast

  2. mein erstes eiht-album, 2003 in london gekauft, danach hab ich mir alle geholt, obwohl ich nicht sammle. die einzige eiht-platte, die mir bis heute fehlt ist die allererste CMW.

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