BRD Tape-History: Zulu Soundsystem – 50 MC’s Vol. 1 & 2 (1998/2001)

Als 1998 das Tape 50 MCs Vol. 1 erschien, konnten die allseits bekannten Torch und Boulevard Bou aka Zulu Soundsystem bereits auf eine lange Geschichte im Rap-Game zurückblicken. Die dabei geknüpften Kontakte schadeten dem Vorhaben, das hier verwirklicht wurde, sicherlich nicht: Dem Titel getreu fanden sich fünfzig Mcees nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Italien, Frankreich und den USA in den Heidelberger Piemont Studios ein (vermutlich nicht zeitgleich) und rappten nonstop über insgesamt 60 Minuten. Und weil das ganze 1998 so gut funktioniert hatte, wurde 2001 mit 50 weiteren MCs nachgelegt. Danke an René für die Rips, für mich war das die erste Gelegenheit, die Tapes in voller Länge zu hören… naja fast, denn leider wurde die B-Seite von Vol. 2 bei YouTube gesperrt. Dafür gibt es die restlichen drei Seiten jetzt hier (und die Ami-Version morgen).
Update: die B-Seite von 50 MC’s Volume 2 ist jetzt auch online, vielen Dank an Buster!

Zulu Sound System – 50 MCs Vol. 1 (1998)

Seite 1

Das Fest startet mit Ebony Prince und dem Frankfurter Nordmassiv, die eine Off-The-Top-Session hinlegen, es folgen Beiträge von Curse und Lord Scan (Der Klan), F.A.B., Future Rock & Rick Ski, D-Flame u.v.a.

Seite 2

Die zweite Seite beginnt grandios mit dem Gigolo-Sänger No. 1 und Mikrofon-Sultan Toni-L (der eine Hommage an Felicita antäuscht, um dann zum Straight Business überzugehen), dann steppen Leute von der italienischen Crew OTR und den Franzosen La Mixture ans Mic, Luxus Chris von den Stiebers und Def Benski von Die Firma u.a. sind auch dabei.


Zulu Sound System – 50 MCs Vol. 2 (2001)

Seite 1

Sehr vielseitig geht es auch bei Volume 2 zu: Wu-Affiliate Shabazz The Disciple, Fiva MC, ABS, MC Rene, Freestyle von den Arsonists, David P von Main Concept, Doze von Too Strong.. volle Hütte also.

Seite 2

Noch ein dickes Danke an Buster, der kurzfristig die B-Seite des Tapes klargemacht hat – die Tracklist findet ihr unten, enjoy!

4 Gedanken zu “BRD Tape-History: Zulu Soundsystem – 50 MC’s Vol. 1 & 2 (1998/2001)

  1. Schade, dass ausgerechnet die zweite Seite 2001 mit der Rebel Alliance fehlt, die Jungs waren zu der Zeit echt krass. Von Virtuoso und Esoteric kursierten um die Zeit ganz üble Freestyles im Netz und Mr. Lif war davor ja auch schon auf dem legendären Newbury Freestyle Tape der Boston Szene mit Akrobatik Hauptprotagonist.

    Aber man kann es sich ja nicht immer aussuchen. Besten Dank auf jeden Fall für die übrigen drei Seiten! Die hatte ich tatsächlich alle noch nie gehört. Bei vielen der Tapes von damals, die man nicht selbst in die Hände bekommen hat, vergisst man halt heute mal nach digitalen Versionen davon zu suchen. Ist ein wirklich schöner Flashback und Freestyle-Tapes mit durchgemischten Lineups leider etwas, was heutzutage völlig verloren gegangen zu sein scheint.

    • Hab die zweite Seite gerade erhalten und den Beitrag aktualisiert!
      Geht mir da genau wie Dir, oft stolpere ich über solche Sachen, wenn ich gerade was ganz anderes suche. Ich kannte die 50 MC’s-Tapes z.B. nur auszugsweise und wusste bisher nicht, dass dort auch so viele Leute aus Italien, Frankreich und den USA mitgemischt haben.

      • Nice, dank dir für die letzte Seite! Startet ja direkt brachial mit Toni L auf dem klassischen Off The Record Beat. Jan Delay auf Big Pimpin hingegen sehr gewöhnungsbedürftig. 😀

        Bei den Rebel Alliance Leuten auch sehr gute Beatauswahl mit Esoteric auf 1-9-9-9, Virtuoso auf nem High & Mighty Beat und Mr. Lif auf dem Chaos Intstrumental vom Soundbombing Sampler. Die Seite hat sich absolut gelohnt! 🙂

        Was die Gastauftritte angeht, hatten ja zumindest Shabazz und Freestyle (von den Arsonists) Bezug zu Deutschland mit Features bei den Massiven und Curse. Dass die Missin Linx und eben Rebel Alliance hier auch auf nem deutschen Freestyle Tape sind, hatte mich ebenfalls sehr gewundert, keine Ahnung wie die an die gekommen sind. ^^

        • Also Rebel Alliance waren wohl 1997 als Tour-Support für die Hieroglyphics in Europa, steht zumindest bei Discogs… vielleicht waren sie da auch in Deutschland unterwegs, zeitlich würde es zumindest passen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.