R.I.P. Andre „L.A. Dre“ Bolton (Ruthless Records)

Bereits am Montag verstarb Berichten und Tweets zufolge Andre Bolton, Spitzname L.A. Dre. Wer diesen Namen bisher nicht kannte, aber dem 80s- und 90s-Rap der West Coast nicht abgeneigt war, der kennt zumindest sein Werk. Denn L.A. Dre saß am Piano, an der Orgel oder – wohl am liebsten – am Keyboard und veredelte Alben wie Straight Outta Compton von N.W.A, Livin Like Hustlers von Above The Law, No One Can Do It Better von The D.O.C. oder Eaz-Duz-It von Eazy-E mit seiner Live-Instrumentierung. Der klassische Macher im Hintergrund also, dessen Namen man nur durch das gründliche Lesen der Liner Notes kannte (oder vom Mammut-Track The Last Song von ATL und N.W.A, wo er am Ende ein Shout-Out bekommt – noch vor Jerry Heller).

Als Soundman begleitete er erst N.W.A auf Tour, bevor er mit Too $hort zusammenarbeitete und in den Neunzigern zusammen mit diesem die West Coast in Richtung Atlanta verließ. L.A. Dre starb im Krankenhaus an den Folgen eines Schlaganfalls. Hier der bereits oben angesprochene The Last Song von Above The Law featuring Ren, Dre und Eazy, für mich einer der besten Tracks beider Gruppen – nicht zuletzt wegen des genialen Instrumentals, für das L.A. Dre am Keyboard saß. R.I.P.

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